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Sattelstützen für jeden Fahrradtyp

Die Sattelstütze muss dauerhaft das Gewicht des Fahrers tragen und soll dennoch leicht sein. In den meisten Fällen wird auf ein durchgängiges Aluminium- oder Carbonrohr gesetzt, das am Kopf in eine Klemmung für alle gängigen Sattelmodelle mündet. Trotz Unterschieden im Design erlauben in der Regel alle Sattelklemmungen eine Winkelverstellung und Verschiebung des Sattels. Neben starren Stützen gibt es auch gefederte Modelle für zusätzlichen Komfort sowie absenkbare Sattelstützen, die in der Mehrzahl eine Verstellbarkeit der Sattelhöhe vom Lenker aus erlauben, um insbesondere Mountainbikern eine schnelle Verstellung im Gelände zu ermöglichen. Wichtig bei der Wahl der Sattelstütze ist der exakt zum Rahmen passende Durchmesser, um die reibungslose Montage zu ermöglichen und ein Rutschen zu vermeiden. Auch die Sattelschnellspanner und Schraubklemmen gehören in diesen Bereich und sind in vielen Farben und Formen erhältlich.

Sattelstützen – Verbinden Rahmen und Sattel

Am Rahmen wird die Sattelstütze per Schraubklemme od. Schnellspanner befestigt. Der Sattel wird an d. Sattelklemme der Sattelstütze per Schraubverbindungen montiert. Für eine optimale Sitzposition kann d. Höhe der Sattelstütze u. der Sitz d. Sattels an der Sattelklemme angepasst werden. Sattelstützen werden unterschieden in Sattelkerzen, Patentsattelstützen, absenkbaren sowie gefederten Sattelstützen u. sind häufig rund. Bevor du dir eine neue Sattelstütze kaufst, schau od. mess per Messschieber nach, welchen Durchmesser diese hat, um sich bei der sehr großen Auswahl auch für die passende zu entscheiden. Der Durchmesser sollte normalerweise am unteren Teil des Rohres eingeprägt sein. Bei der Montage müsst ihr außerdem die maximale Auszugshöhe bzw. die Mindesteinstecktiefe beachten. Diese sollte an der Sattelstütze ebenfalls sichtbar gekennzeichnet sein. In dieser Kategorie findet ihr MTB-, Rennrad-, Trekking- u. Citybike-Sattelstützen.

Mountainbike-Sattelstützen

Sattelstützen für Mountainbiker setzen wie auch die Rennrad-Sattelstützen auf eine Patent-Klemmung des Sattelgestells. Diese Klemmungen gibt es in gekröpfter Form oder ungekröpfter Form und sie erlauben eine gute Einstellbarkeit des Sattels in Winkel und Position, um neben der Sattelhöhe auch die Feineinstellungen stufenlos vornehmen zu können. Es gibt starre MTB-Sattelstützen, bei denen es vor allem um Stabilität bei geringem Gewicht geht. Ein großer Teil der Mountainbiker bevorzugt für den Geländeeinsatz aber höhenverstellbare Sattelstützen, die in der Mehrzahl mit einem Remote-Hebel während der Fahrt in der Sitzhöhe variiert werden können. Mit den Remote-Sattelstützen kann an einer schwierigen Passage der Sattel abgesenkt werden, ohne die Fahrt zu unterbrechen. Das etwas größere Gewicht, die zusätzliche nötige Leitung und die etwas komplizierte Mechanik wird deshalb gern in Kauf genommen.

MTB Sattelstützen – Leicht, stabil und komfortabel

Für viele ist die Sattelstütze nur dazu da, um den Sattel in einer bestimmten Höhe am Mountainbike zu befestigen. Diese Zeiten sind vorbei. Je nachdem, was ihr mit eurem MTB im Gelände vorhabt, solltet ihr auch eure Sattelstütze daran anpassen. Eine gute Sattelstütze erhöht den Fahrkomfort extrem und das Biken macht dann noch mehr Spaß. Mit innovativen Konstruktionen und cleveren Materialeinsatz ist die Sattelstütze für das MTB zu einem Hightech-Gerät avanciert. Die modernsten starren Stützen an Hardtails schlucken effektiv Vibrationen und sogar kleinere Schläge, die häufig im hügeligen Gelände auf Wald- und Schotterwegen auftreten. Für Abfahrt optimierte Fullys gibt es absenkbare Sattelstützen. Per Patent-Klemmung sowie ein oder meistens zwei Schrauben werden alle Sättel für MTBs an der Stütze befestigt. Diese Art der Befestigung garantiert festen und dauerhaften Halt und lässt sich leicht anpassen.

Rennrad-Sattelstützen

Eigentlich alle Rennrad-Sattelstützen sind starre Sattelstützen. sie bieten das beste Verhältnis aus verlässlicher Stabilität, Kraftübertragung und geringem Gewicht. Die Klemmung mit ein oder zwei Schrauben erlaubt die feine und in der Regel stufenlose Einstellung des Sattelwinkels sowie die optimale Positionierung des Sattelgestells, um auch auf langen Strecken ohne Knieprobleme effektiv unterwegs sein zu können. Rennradsattelstützen sind häufig sehr leichte Aluminium-Modelle oder Carbon.Modelle. Typischerweise können sie deutlich kürzer sein als ihre Mountainbike-Pendants, da auch der Rahmen an Rennrädern höher ist. Die Auswahl an Sattelstützen mit gekröpfter Sattelklemmung ist typischerweise größer als bei reinen MTB-Stützen. Weitere technische Unterschiede finden sich un der Regel nicht. eine Ausnahme hierzu bilden nur Aero-Sattelstützen, mit stark profiliertem Querschnitt oberhalb des Sitzrohrs.
Rennrad Sattelstützen – Die Klügeren geben nach!
Moderne Sattelstützen für Rennräder müssen nicht nur leicht und haltbar sein, sie sollten auch ein gewisses Plus an Komfort mitbringen. Denn mit dem Rennrad ist man heutzutage nur selten auf perfekt asphaltierten Straßen unterwegs, teilweise sogar im Gelände. Leichtes Einfedern auf ruppigen Untergrund oder vibrationsdämpfende Eigenschaften auf rauen Straßen sind bei Sattelstützen erwünscht, um Muskeln und Gelenke zu entlasten. Sattelstützen mit Versatz (gekröpft) bieten den höchsten Komfort, beeinflussen aber die Sitzposition. Die zumeist starren Stützen sind aus Aluminium, Titan oder Carbon gefertigt und haben eine runde oder tropfenförmige Form. Zahlreiche Sattelstützen für Rennräder mit mehr oder weniger guten Komforteigenschaften findet ihr hier im Shop. Achtet beim Kauf darauf, dass ihr den richtigen Durchmesser wählt, da dieser variiert zwischen 27,2 und 31,6 mm.

Trekking & Citybike Sattelstützen

Trekkingbike-Fans und Alltagsfahrer finden hier eine breite Auswahl geeigneter Sattelstützen um die Mühen des Alltags oder großer Touren mit Gepäck klaglos zu überstehen. Im Prinzip eignen sich die meisten starren Sattelstützen für Mountainbiker oder Rennradfahrer ebenso am Alltags- und Tourenrad. Für den Sitzkomfort spielt das Sattelmodell die weit größerer Rolle. Die Klemmung zwischen Stütze und Sattle setzt unabhängig vom Einsatzbereich weitesgehend einheitlich auf das selbe System mit zwei runden Sattelstreben und dem entsprechenden Gegenstück am Stützenkopf. Alle Sattelstützen bieten eine Verstellbarkeit des Sattelwinkels. Neben den klassischen ungefederten Stützen sind für den Trekking- und City-Einsatz besonders gefederte Sattelstützen beliebt, denn sie können bauartbedingt tatsächlich eine spürbare Komfortsteigerung an den oft nur vorne gefederten Fahrrädern bewirken.
City- & Trekking Sattelstützen – Gefedert Belastungen auf Gesäß & Rücken verringern
Gemütlich mit dem Fahrrad am Wochenende eine Shoppingtour machen oder raus in die Natur zu fahren, macht mit einer komfortablen Sattelstütze gleich noch mehr Spaß. Denn jede Unebenheit auf den Straßen, Feld- und Waldwegen die nicht durch die Reifen und einer möglichen Federgabel abgedämpft werden, gelangen über die Sattelstütze und Sattel als Vibrationen oder kleine Schläge auf unseren Körper. Hier ist die Muskulatur dann zuständig, dies abzufedern. Hast du eine gefederte Sattelstütze an deinem City- oder Trekkingbike, dient diese als Dämpfer, die Muskulatur wird weniger belastet und ermüdet dadurch langsamer. Aber auch eine starre Sattelstütze kann komfortabel sein. Für welche du dich entscheidest, hängt davon ab, wieviel Komfort du bei deinen kurzen und langen Touren wirklich benötigst und welche Feder- und Dämpferelemente schon an deinem Rad montiert sind.

Sattelstützen absenkbar – Flexibilität im Gelände

Absenkbare Sattelstützen kommen vor allem beim abfahrtsorientierteren Mountainbiken zum Einsatz. Meist sind diese Modelle durch eine Steuerung am Lenker verstellbar, was eine schnelle Höhenverstellung im Gelände erlaubt. So kann man beispielsweise beim Bergauffahren den Sattel normal eingestellt lassen und ihn blitzschnell absenken, sobald es an die rasante Abfahrt geht – auf diese Weise ist der Sattel nicht im Weg und man kann sich mit vollem Körpereinsatz dem Trail widmen. Vor allem aus dem Enduro- und All Mountain- Bereich sind absenkbare Sattelstützen nicht mehr wegzudenken! Unser Shop bietet eine breite Auswahl Modellen, von einfacheren Versionen für den kleinen Geldbeutel bis hin zu echten Hightech-Stützen, beispielsweise mit elektronischer, kabelloser Höhenverstellung per Knopfdruck.

Sattelstützen absenkbar – Ordentlich Hub für mehr Abfahrtskomfort

Geübte Downhiller, Enduro- oder All-Mountain-Fahrer wissen genau, wie steile bergab Passagen sicherer gemeistert werden können. Jahrelange Erfahrungen, fahrerisches Können und natürlich immer bessere Parts helfen entscheidend dabei. Sehr wichtig beim bergabfahren, ist die Veränderung des Körperschwerpunktes möglichst weit nach hinten. Ist der Sattel dann im Weg, kann dies sehr störend sein. Die perfekte Lösung ist eine absenkbare Sattelstütze auch Vario-Sattelstütze genannt. Bevor es in die Steilwand geht, wird diese abgesenkt, bewegt man sich wieder im flacheren Gelände, wird sie wieder ausgefahren. Die Steuerung erfolgt häufig über eine Bedienung am Lenker (mechanisch, hydraulisch oder sogar kabellos) oder eher seltener direkt an der Sattelstütze. Besonders wichtig für kleinere Fahrer: Einbaulänge u. Einbautiefe müssen zum Rahmen passen und die Sitzhöhe muss stimmen, wenn die Stütze komplett ausgefahren ist.

Sattelstütze starr – Der Klassiker unter den Sattelstützen

Starre Sattelstützen finden bei allen Fahrradtypen Verwendung. Sie bieten alle Funktionen, die Biker von einer Sattelstütze erwarten können: Sie tragen verlässlich das Gewicht des Fahrers, sind höhenverstellbar und erlauben durch die Sattelklemme meist eine Winkelverstellung sowie eine Verschiebung des Sattels. Vor allem auch in Sachen Kraftübertragung können starre Stützen punkten: Die Tretkraft wird komplett aufs Pedal übertragen. Gefederte Modelle bieten zwar etwas mehr Komfort, kosten dafür aber auch wertvolle Kraft. Um eine passende Sattelstütze zu finden, sollte beim Kauf unbedingt auf einen zum Rahmen passenden Durchmesser geachtet werden. Je nach Bedarf bietet unser Shop alles, von Stützen für kleines Geld bis hin zu High End Sattelstützen mit minimalem Gewicht und besten Materialien.

Sattelstützen Carbon – Reduziertes Gewicht kombiniert mit hoher Stabilität & Komfort

Du legst besonderen Wert auf Leichtigkeit bei deinem Bike? Dann solltest du die Sattelstütze nicht vergessen. Denn auch hier kannst du nochmals einige Gramm einsparen, wenn du zu einer Carbon-Variante greifst. In unserem Shop findest du eine große Auswahl an Carbon-Sattelstützen sowohl für Rennräder als auch für Mountainbikes, mit Patentsattelklemme, in gekröpfter und ungekröpfter Variante. Carbon hat den Vorteil, dass dieses Material besonders steif und dazu sehr leicht ist. Durch innovative Konstruktionen kommt auch der Komfort nicht zu kurz.

Sattelklemmen – Sitzhöhe verstellen leicht gemacht

Mit Hilfe von Sattelklemmen lässt sich die Sattelhöhe individuell auf den Fahrer einstellen. Sattelschnellspanner kann man ohne Werkzeug öffnen und schließen. Das macht sie besonders für Fahrer geeignet, die ihre Sitzhöhe öfter mal verstellen wollen, beispielsweisebei Fahrten im Gelände. Mit Schraubklemmen kann die Sattelhöhe hingegen nur mit Hilfe von Werkzeug verändert werden. Mit dieser Variante erhält man eine konstant eingestellte Sitzhöhe und schützt seinen Sattel gleichzeitig vor Diebstahl. Unser Shop bietet eine breite Auswahl an Schraub- und Schnellspannern unterschiedlichster Farben und Formen. Wer will, kann seinem Rad so seine ganz persönliche Note geben.

Sattelklemmen – Kleines Teil, große Wirkung

Eine Sattelstütze wird mit einer Sattelklemme entweder per Schnellspanner oder per Schraubverbindung am Rahmen fixiert. Wer von der einen Verbindung auf die andere Wechseln oder etwas Farbe an das Sattelrohr bringen möchte, findet die passenden und farbenfrohen Klemmen hier in dieser Kategorie.

Zubehör Sattelstützen – Ersatzteile und mehr

In dieser Kategorie findet man reichlich Zubehör rund um das Thema Sattelstützen. Hier erhalten Biker Sattelklemmen als Schraub- und Schnellspanner-Variante, Fernbedienungen, Hebel und Kabelzüge für absenkbare Sattelstützen, Elastometer zur individuellen Anpassung an das Fahrergewicht sowie viele weitere Ersatzteile.

Zubehör Sattelstützen

In dieser Kategorie findest du passendes Zubehör für deine absenkbare Sattelstütze, wie Fernbedienungen, Hebel und Kabelzüge. Dazu gesellen sich Elastomere für gefederte Sattelstützen und viele weitere Ersatzteile.

Sattelstütze MTB: Mehr als nur eine simple Verbindung zwischen Sattel und Rahmen

Nur wer wirklich gut auf seinem Bike sitzt, bringt auch die volle Kraft in die Pedale! Über eine gute Sattelstütze lassen sich Sitzhöhe, Tretwinkel der Beine zum Pedal, Abstand zum Lenker und auch Federungseigenschaften optimal auf die individuellen Fahrerbedürfnisse anpassen. Moderne MTB Sattelstützen sind daher heute längst nicht nur simple Stahl-Verbindungsstücke zwischen Sattel und Rahmen, sondern technisch hoch entwickelte Fahrradteile, die entscheidend zu Performance und Fahrspaß beitragen.
Die Entwicklungsarbeit, die die Hersteller im Bereich MTB Sattelstützen in den letzen Jahrzehnten geleistet haben, hat eine große Bandbreite an beeindruckenden Ergebnissen hervorgebracht: Superleichte Sattelstützen aus Carbon für das speedorientierte Race, ausgetüftelte Feder-Modelle, die ein Cross-Country-Hardtail ohne negativen Einfluss auf den Antrieb mit dem Fahrkomfort eines Fullies ausstatten, oder Vario Sattelstützen mit Remote, die je nach Bedarf sekundenschnell in die perfekte Position gebracht werden können. Sie müssen nur noch wählen, welche Stütze für Sie, Ihr Bike und Ihren Fahrstil am besten geeignet ist.

Eine variable MTB Sattelstütze mit Remote: Ideal für vielseitige, leistungsorientierte Fahrer
Höhenverstellbare Sattelstützen sind besonders vielseitig und daher für alle Fahrer optimal, die in sehr abwechslungsreichem Gelände biken. Die technisch aufwendig ausgestatteten Modelle unter diesen Vario Sattelstützen, wie beispielsweise die beliebte Rock Shox Reverb oder die LEV von Kind Shock, lassen sich über einen Remote-Hebel am Lenker stufenlos ein- und wieder ausfahren. Der Fahrer behält damit in jeder Situation die perfekte Kontrolle über Bike und Krafteinsatz: Für rasanten Downhill kann die variable MTB Sattelstütze komplett versenkt, für steiles Uphill aber auch weit ausgefahren werden, so dass Sie über die erhöhte Sitzposition das Gewicht auf das Vorderrad verlagern und dort von optimalem Grip profitieren können. Allerdings ist die komplexe Technik recht wartungs- und pflegeintensiv und auch nicht gerade günstig. Preiswertere verstellbare Stützen werden nicht über eine Fernbedienung, sondern über einen Hebel an der Stütze bedient – zur Einstellung reicht ein Griff unter den Sattel. Dabei bleiben allerdings nicht beide Hände am Lenker. Gerade in anspruchsvollem Gelände kann auch ein kurzzeitiger Kontrollverlust gefährlich werden. Für leistungsorientierte Fahrer, die vielfach die Sitzposition ändern müssen, ist diese Variante daher nur eingeschränkt zu empfehlen.

Eine gefederte Sattelstütze für mehr Komfort oder eine leichte für das Race?
Gefederte MTB Sattelstützen sind perfekt für alle Bikes, die in ruppigem Gelände gefahren werden oder für verbesserten Fahrkomfort auf einem Hardtail. Einige Hersteller, wie zum Beispiel Cane Creek, arbeiten mit einer Parallelogramm-Technik zur Federung, andere mit einer Teleskop-Technik. Der große Vorteil des Parallelogramm-Prinzips ist eine mehrdimensionale Dämpfung: Die Federung arbeitet nicht nur vertikal, sondern auch horizontal und beschreibt einen Halbkreis. So kann sie auch von vorne oder von hinten kommende Stöße absorbieren. Zudem spricht die Federung schneller an, als beim Teleskop-Prinzip. Diese Vorteile rechtfertigen auch den im Vergleich zu Teleskopstützen meist höheren Preis. Wem Vario Sattelstützen oder gefederte Sattelstützen zu viel Gewicht auf die Waage bringen, der kann auf eine MTB Sattelstütze in der „Standard“-Variante zurückgreifen. „Standard“ heißt bei einer Sattelstütze für das MTB keineswegs „durchschnittlich“: Die superleichten Carbon Sattelstützen von Ritchey, Syntace oder Race Face erfüllen höchste Ansprüche an Minimalgewicht und Belastbarkeit für die Racer unter den Bikern. Kohlefaser-Materialtechnik ist natürlich auch immer etwas teurer. Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, ist auch mit einer Alu-Variante gut beraten.

Die richtigen Maße der Sattelstütze: Beachten Sie die Mindesteinsteckhöhe!
Wenn Sie eine MTB Sattelstütze auswählen, stellt sich nicht nur die Frage nach Vario-, Federungs- oder Standardlösung. Auch auf die Maße kommt es an: Wie lang soll die Sattelstütze sein, wie tief lässt sie sich im Rahmen versenken und wie weit herausziehen? Grundsätzlich ist es für Stabilität und Belastbarkeit der MTB Sattelstütze besonders wichtig, die Mindesteinsteckhöhe, die je nach Hersteller variiert, aber zumeist zwischen 80 und 100 Millimetern liegt, zu beachten. Die meisten Sattelstützen sind in dieser Höhe markiert, so dass Sie bei der Montage schnell erkennen, wie weit die Stütze aus dem Sattelrohr gezogen werden darf. Sie sollten aber auch die von den Herstellern angegebene Mindestauszugshöhe beachten, denn schließlich darf die Stütze auch nicht zu lang sein, wenn Sie bis zum technisch vorgesehenen Anschlag im Sattelrohr versenkt wird. Die einfachste Möglichkeit, die richtige Länge der Sattelstütze zu bestimmen, ist die Orientierung an der Länge Ihrer alten Stütze.

Sattelstütze

Sattelstütze eines Faltrads

Die Sattelstütze ist beim Fahrrad oder Mofa ein Rohr aus Stahl, Aluminium, Titan oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), das den Sattel mit dem Fahrradrahmen verbindet und zu dessen Höhenverstellung dient.
Moderne CFK-Sattelstützen wiegen teils unter 100 g, Aluminiumstützen üblicher Länge zwischen 200 und 300 g, Stahlsattelstützen bis über 500 g.

Inhaltsverzeichnis

• 1 Fixierung im Rahmen
• 2 Traditionelle Bauform „Sattelkerze“
• 3 Patentsattelstützen
• 4 Gefederte Sattelstützen
• 5 Vario-Sattelstützen
• 6 Sonderformen
• 7 Einstellung der Sattelstütze
o 7.1 Sicherheitsrisiko bei Fehlmontage
• 8 Probleme mit der Sattelstütze
o 8.1 Stahlrahmen mit Schraubenösen
o 8.2 Patentstützen in Tropfenform
• 9 Maße
• 10 Literatur
• 11 Weblinks
• 12 Einzelnachweise

Fixierung im Rahmen

Sattelklemme mit Schnellspanner

Die Sattelstütze wird in das Sitzrohr gesteckt und fixiert. Dabei müssen Durchmesser von Sattelstütze und Sitzrohr zueinander passen. Verbreitet sind 25,4 mm (1 Zoll) für einfache Stadträder, 27,2 mm für sonstige und Rennräder sowie 31,6 mm für Mountainbikes. Es gibt aber zahlreiche weitere Maße in Abstufungen von 0,2 mm.
Zur Fixierung im Sitzrohr ist bei einfachen Rädern eine Sattelklemme am oberen Ende des Sitzrohrs integriert. Bei hochwertigen Fahrrädern wird eine separate Klemme verwendet. Solche Klemmen gibt es mit Schraube oder mit Schnellspanner, der eine schnelle Höhenverstellung des Sattels ermöglicht. Das ist vor allem bei Leihrädern praktisch. Bei Mountainbikes wird fast immer eine Klemme mit Schnellspanner verwendet, um bei starkem Gefälle den Sattel absenken und den Körper damit weiter nach hinten verlagern zu können, wodurch die Sturzgefahr über den Lenker verringert wird. Es gibt inzwischen auch Sattelstützen, die sich per Knopfdruck absenken und wieder anheben lassen. Der größte praktische Nachteil des Schnellspanners ist, dass die Sattelstütze samt Sattel leicht gestohlen werden kann. Es gibt daher auch Spannschrauben mit speziell geformtem Kopf zur Diebstahlsicherung. Andernfalls empfiehlt sich die Sicherung von hochwertigen Sätteln bzw. Sattelstützen am Rahmen vermittels eines dünnen Spiralschlosses.

Traditionelle Bauform „Sattelkerze“

Sattelkerze

Bis in die 1990er Jahre war die einzige Bauform ein Stück Rohr aus Stahl oder Aluminium mit einer oberen Standardverjüngung auf 22 mm zur Aufnahme des Sattelklobens. Dieser besteht aus einer Schelle zur Verbindung des verjüngten Rohrs mit den inneren Schienen des Sattels. Der Kloben dient auch zur Einstellung der Sattelneigung. Zur Abgrenzung von der Patentsattelstütze wird heute oft von „Sattelkerze“ gesprochen.

Patentsattelstützen

Patentsattelstütze

Bei modernen Patentsattelstützen bilden Rohr und Kloben eine Einheit. Dadurch wird eine robustere Verbindung vom Sattel zur Stütze erreicht als durch die früher üblichen mehrteiligen Verbindungselementen aus Blech, welche die ungewollte Verstellung der Sattelneigung nicht immer zuverlässig verhinderten.
Zur Befestigung des Sattels an der Sattelstütze existieren zahlreiche unterschiedliche Bauformen. Bei vielen wird der Sattel nur mit einer einzelnen (Inbus-)Schraube fixiert. Unterschiede bestehen insbesondere bei der Art der Winkelverstellung des Sattels. Zum Teil sind nur grobe Raststufen vorhanden; andere Sattelstützen ermöglichen eine stufenlose Einstellung. Idealerweise ist die Klemmung des Sattels unabhängig von der Winkelverstellung ausgeführt, sodass die Neigung des Sattels verändert werden kann, ohne ihn dabei versehentlich zu verschieben und umgekehrt. Befinden sich am Kopf der Sattelstütze neben der größeren Klemmschraube zwei weitere, kleinere Inbusschrauben, so kann die Neigung des Sattels üblicherweise eingestellt werden, indem man eine dieser Schrauben heraus- und die andere gleich weit hineindreht.

Tropfenförmige Patentsattelstütze

Anfang der 1990er Jahre wurden ovale oder tropfenförmige Patentsattelstützen mit der Begründung des geringeren Luftwiderstandes eingeführt. Der Sinn ist umstritten, da diese Sattelstützen oft ein höheres Gewicht aufweisen.

Gefederte Sattelstützen

Gefederte Sattelstütze mit Kernledersattel

Gefederte Sattelstützen können als Alternative zur Hinterradfederung dienen. Gegenüber einem gefederten Rahmen haben sie den Nachteil, dass sich der Abstand vom Pedal zum Sattel verändert. Zudem ist die ungefederte Masse größer, was zu einem schlechteren Ansprechverhalten führt. Dies spielt bei den üblichen, relativ kurzen Federwegen von 40 bis 50 mm jedoch keine allzu große Rolle. Bei richtiger Einstellung der Federkraft senkt sich der Sattel beim Aufsitzen des Fahrers bereits um etwa ein Drittel des Federwegs ab, sodass sich während der Fahrt nur noch eine Veränderung der Sitzhöhe um 25 mm bis 35 mm ergibt. Jede Art von Federung vermindert die Spannungsspitzen, die auf das Fahrrad wirken und verlängert zu einem gewissen Grad die Lebensdauer des Materials. Durch eine Federung erhöht sich andererseits die Zahl bewegter Teile am Fahrrad, die gewartet und bei Verschleiß oder Bruch ausgetauscht werden müssen.

Neben dem Komfortgewinn verbessern Federgabeln und gefederte Hinterbauten die Bodenhaftung der Laufräder, erhöhen dadurch die Sicherheit und ermöglichen höhere Geschwindigkeiten in unebenem Gelände. Aufgrund der höheren ungefederten Masse und des begrenzten Federwegs kann eine gefederte Sattelstütze dies im Allgemeinen nicht leisten. Ihr Sinn besteht vielmehr darin, den Fahrkomfort zu erhöhen, was besonders auf längeren Fahrten ein deutlich entspannteres, schmerzfreies und ausdauerndes Pedalieren ermöglicht. Schon eine einfache gefederte Sattelstütze mit kurzem Federweg macht Fahrten auf unebenem Untergrund spürbar angenehmer und ermöglicht das Fahren im Sitzen auch dann noch, wenn aufgrund harter Stöße ansonsten das Fahren im Stehen zu bevorzugen wäre.
Der Sattel eines gefederten Fahrrads sollte einige Zentimeter höher eingestellt werden, um das Einfedern des Rades beim Aufsitzen des Fahrers auszugleichen. Dies kann bei ungeübten Radfahrern beim Aufsteigen vorübergehend zu Unsicherheit führen.

Bei gefederten Teleskopsattelstützen taucht ein Rohr mit geringerem Durchmesser beim Einfedern in die eigentliche Sattelstütze ein. Bei Sattelstützen geringer Qualität gab es in seltenen Fällen Probleme mit Materialbruch im oberen Bereich. Bei mangelnder Schmierung oder schlechter Materialqualität haben Teleskopsattelstützen aufgrund der hohen Reibung beim unvermeidlichen Verkanten der ineinander gleitenden Rohre ein schlechtes Ansprechverhalten bei leichten Stößen.

Technisch aufwändigere Sattelstützen führen den Sattel beim Einfedern nicht nur nach unten, sondern über eine Parallelogrammkonstruktion auch nach hinten. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen Sattel und Lenker, während sich die Sitzhöhe während der Fahrt weniger stark verändert. Da der Stoß beim Überrollen eines Hindernisses mit dem Hinterrad von schräg hinten kommt, entspricht die Richtung der Ausweichbewegung dieser Sattelstützen eher der des Stoßimpulses.

Die Vollfederung eines Fahrrads kann durch Reibung und Dämpfung im schlimmsten Fall bis 20 Prozent der vom Fahrer auf das Pedal gebrachten Energie schlucken. Dafür sinkt der Anteil der Energie, die bei unebenem Untergrund zur Verformung der sonstigen Bauteile des Rades aufgebracht werden muss. Durch die gleichmäßigere und entspanntere Fahrweise kann eine Federung insgesamt zu einem verbesserten Energieeinsatz führen.

Eine Alternative zu gefederten Sattelstützen stellt die Verwendung von breiten Reifen dar (z. B. in den Größen 2″ bis 2,5″, was einer Breite von 50 bis 65 mm entspricht), die mit einem relativ geringen Luftdruck von 1,8 bis 2,5 bar gefahren werden können. Dies ist trotz des erhöhten Rollwiderstands auf ebener Fahrbahn bei Mountainbikes üblich, die im Gelände bewegt werden, da sich bei niedrigem Luftdruck die Haftung auf weichem und glattem Untergrund, und auf unebenem, unbefestigtem Untergrund möglicherweise auch die Energieeffizienz verbessert. Die zu Beginn des Jahrtausends eingeführte schlauchlose Montage von Fahrradreifen ermöglicht einen noch niedrigeren Luftdruck.

Vario-Sattelstützen

Vario-Sattelstützen lassen sich während der Fahrt in der Höhe verstellen. Dazu betätigt der Fahrer einen Hebel unter dem Sattel oder einen Knopf am Lenker. Das Gewicht auf dem Sattel drückt ihn nach unten, ohne Gewicht bewegt sich der Sattel nach oben (ähnlich der Höhenverstellung eines Bürostuhls). Es gibt Ausführungen mit stufenloser Verstellung sowie mit zwei oder mehr Stufen.

Sonderformen

Radballrad

Radballräder haben eine spezielle, horizontale Sattelstütze.

Einstellung der Sattelstütze

Die optimale Sattelhöhe wird üblicherweise ermittelt, indem der Radfahrer eine normale Sitzhaltung einnimmt und die Ferse eines Beins auf der tiefgestellten Pedale platziert, ohne die Hüfte zu einer Seite zu neigen. Trägt man einen Schuh mit flacher Sohle, sollte sich nun das Bein komplett ausstrecken lassen. Im Alltag wird vielfach eine zu niedrige Sitzposition bevorzugt, da dies speziell beim Anfahren und Absteigen eine bessere Kontrolle über das Fahrrad ermöglicht. Ein kraftsparendes und ausdauerndes Pedalieren ist so jedoch nicht möglich.

Ist die maximale Länge der Sattelstütze erreicht, sollte sie durch eine längere und entsprechend stärker ausgeführte Sattelstütze ersetzt werden. Bei Mountainbikes und BMX-Rädern mit nach hinten abfallendem Oberrohr sind Sattelstützen in Längen von über 40 cm üblich. Bei klassischen Rahmen mit waagerechtem Oberrohr sollte unter Umständen bereits über die Anschaffung eines Rades mit größerem Rahmenmaß (längerem Sitzrohr) nachgedacht werden, wenn die Sattelstütze 20 cm aus dem Rahmen gezogen ist.

Über die individuell zum Körperbau passende Rahmengröße und -geometrie gibt es eine Vielzahl von Meinungen und Messverfahren. Der kleinste gemeinsame Nenner zur Anpassung eines sportlich gefahrenen Rades an den Fahrer scheint darin zu bestehen, zunächst durch die Auswahl eines passenden Rahmens, Lenkers und Lenkervorbaus die Position der Lenkergriffe herauszufinden, mit der sich am entspanntesten und ausdauerndsten im Stehen fahren lässt. Anschließend wird ermittelt, ob sich innerhalb der Möglichkeit des jeweiligen Rahmens eine hierzu passende Sattelposition finden lässt. Diese Vorgehensweise setzt einen Radfahrer mit genügend Erfahrung voraus, um die für die jeweiligen Rahmenbedingungen ideale Körperhaltung einschätzen zu können. Sie begründet sich in der Annahme, dass sich – ausgehend vom Tretlager als Fixpunkt – die Griffposition bei stehender Fahrweise nur innerhalb eines engen Bereichs variieren lässt, um eine ausbalancierte Körper- und entspannte Armhaltung zu ermöglichen. Die horizontale Entfernung vom Sattel zum Tretlager ist demgegenüber von zweitrangiger Bedeutung und muss gegebenenfalls durch die Wahl einer anderen Rahmengeometrie korrigiert werden (so beispielsweise falls sich eine ungünstige Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterrad ergeben sollte).

Sicherheitsrisiko bei Fehlmontage

Zumeist ist die Mindestlänge der Sattelstütze, die ins Sitzrohr eingeschoben werden muss, durch eine Reihe kurzer senkrechter Striche auf der Stütze markiert. Diese Markierung sollte bei eingebauter Sattelstütze nicht zu sehen sein, um auf Dauer eine Ermüdung des Materials und einen Bruch oberhalb der Sattelklemme zu vermeiden.

Fehlt die Markierung auf einer Sattelstütze, so kann man überschlägig davon ausgehen, dass wenigstens 65 mm der Sattelstütze im Sitzrohr eingeklemmt sein müssen.[1] Wird der Kloben zwischen Sattelstütze und Sattel nicht richtig montiert oder nicht genügend fest angezogen, kann er sich lockern und zu einem plötzlichen Abkippen des Sattels führen. Insbesondere beim freihändigen Fahren ist oft ein Sturz die Folge.

Probleme mit der Sattelstütze

Stahlrahmen mit Schraubenösen

Sattelklemme

Bei preiswerten Rädern wird die Sattelstütze mit einer Stahlschraube gesichert, deren flacher Kopf unterseits einen Nocken besitzt, der sich in einer Nut festhält. Wenn sich Nut und Nocken abnutzen, dreht sich die Schraube beim Anziehen mit. Wenn sich auch eine neue Schraube nicht in der Nut zu halten vermag, sollte diese gegen eine Kombination von Inbusschraube mit -hülse (teuer) oder gegen eine Maschinenschraube mit Unterlegscheibe getauscht werden. Da eine gewöhnliche 6-mm-Maschinenschraube möglicherweise nicht belastbar genug ist, muss gegebenenfalls das Loch in der Klemme aufgebohrt oder mittels einer Reibahle aufgerieben werden, um eine 8-mm-Maschinenschraube verwenden zu können. Wenn die Klemmhülse nur aufgeschoben ist und sich entfernen läßt, kann sie auch komplett gegen eine neue Klemmung getauscht werden.

Patentstützen in Tropfenform

Stark im Gewicht reduzierte Aluminium- oder Carbonstützen können ohne Vorwarnung im Kopf brechen. Bei schweren Fahrern, Bahnrädern oder Reiserädern kann ein Spannglied wie der von Segelbooten bekannte Wantenspanner unter die Nase des Sattels montiert werden. Das andere Ende des Spanners fasst das Oberrohr des Rahmens, sodass die Sattelstütze entlastet wird.

Maße

Oft ist der Durchmesser der Stütze im unteren oder oberen Teil des Rohres eingeprägt; andernfalls kann ein Messschieber verwendet werden, um den Durchmesser zu ermitteln.

Es sind Reduzierhülsen erhältlich, mit deren Hilfe sich Sattelstützen in Sattelrohren mit größerem Durchmesser verwenden lassen. Hochwertigere Hülsen sind meist für Sattelstützen mit den Standard-Durchmessern 25,4 oder 27,2 mm gedacht und ihnen ist der zugehörige Sattelrohrdurchmesser eingeprägt. Da die Hülsen üblicherweise geschlitzt sind, lassen sie sich durch leichtes Aufbiegen oder Stauchen jedoch auch für Sattelstützen-/Sattelrohr-Kombinationen mit ähnlichen Massen verwenden.

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